einfach nur geil, der Spruch!
Ciao Joda,
() Fabian
Hallo zusammen,
ich habe mal eine ganz banale Frage (oder doch nicht?): Ich sitze täglich ca. 20 Minuten und beobachte dabei meinen Atem. Manchmal zähle ich ihn auch. Ist das ZaZen? Diese Meditation ist doch u.a. auch im Theravada bekannt, oder? Was macht meine Übung zu ZaZen?
Ich weiß, daß "Zen" nicht das Sitzen allein ist, sondern Zen im Alltag umgesetzt werden sollte. Aber was macht Sitzen zu ZaZen, was ist ZaZan-typisches Sitzen?
Ich hoffe, meine Verständnisfrage ist einigermaßen rübergekommen?
Gruß,
Kevin
Hallo Freunde des Zen-Weges,
befaßt sich hier eigentlich jemand neben dem Zen auch mit dem chinesischen Daoismus, dem philosophischen oder religiösen? Zumindest der philosophische Daoismus scheint wohl einige Berührungspunkte mit Zen zu haben. Weiß da jemand mehr? Würde mich sehr interessieren.
Alles Liebe,
Lars
Hallo zusammen!
Diesmal möchte ich denjenigen eine Frage stellen, die sich schon einmal mit beiden spirituellen Richtungen befasst haben: Anthroposophie und Zen.
Wie denkt ihr über die Polaritäten bzw. Gemeinsamkeiten dieser "Wege"?
Von den Ansätzen her ist es sicherlich jeweils eine andere Art der "Erkenntnis".
Der eine Weg ist eben mehr aus dem östlichen Kulturkreis geprägt (Siddharta), der andere kommt aus westlichem Kulturgut (Rudolf Steiner).
Welche "Schnittpunkte" gibt es bei beiden Formen?
Wer hier von persönlichen Erfahrungen berichten kann, dem höre ich gerne zu!
()
Hallo,
kennt jemand das IZIAE bzw. Gründerin und Zen-Meisterin Gesshin Myoko Prabhasa Dharma.
Der Hauptsitz ist in Holland aber es gibt da auch in Deutschland einige Dojos.
Weiß jemand näheres darüber?
http://www.zeninstitute.org
Gruß Sunray
Heute hatte ich bei der Arbeit ein sehr interessantes Erlebnis, ich will mal versuchen es zu erklären.
Wenn ich das richtig verstanden habe,dann leiden wir durch unser Ego, das alles bestimmt, was wir tun und der Buddhismus lehrt uns, wie wir von unserem Ego zu unserem wahren Wesen kommen, dem Leben.
Ich bin Krankenschwester, ich habe meinen Beruf immer gerne ausgeübt, aber wenn ich so darüber nachdenke, waren es egoistische Motive, das ich diesen Beruf gewählt habe. Klar, ich wollte helfen, aber der Hintergrund war, das ich damit mein Selbstbewußtsein stärken wollte, ich wollte mich gut fühlen, das die Menschen mich mögen, wenn ich helfe;das sie meinen Rat und meine Hilfe brauchen, das ich das Gefühl habe, ich werde gebraucht.
Heute war ich bei einer Patientin (ich bin bei einem ambulanten Pflegedienst) die bald aus ihrem Appartement auf die Pflegestation eines Altenheimes umziehen muß und Angst davor hat, ihre Selbständigkeit zu verlieren. Sie fing an zu weinen und erzählte mir davon, und ich überlegte, wie ich ihr helfen könnte.
Und da war etwas anders als sonst:
Ich habe nicht überlegt, was ich tun oder sagen kann, wobei würde ich mich hinterher gut fühlen, sondern ich habe mich an den Grundsatz von Thich Nhat Hanh über achtsames Zuhören und achtsame Rede erinnert und habe mich nur neben sie gesetzt und zugehört. Und der Gedanke war: Da ist ein Wesen, das Leid empfindet.
Ich habe ihr dann nur gesagt, das ich verstehen kann, was sie empfindet, und sie hat mir dann dafür gedankt, das ich ihr zugehört habe.
Auch hinterher hatte ich nicht wie sonst das Gefühl "Das habe ich aber gut gemacht" , ich habe einfach nur getan, was in diesem Moment zu tun war.
Das ist das Schöne am Dharma; Buddha hat ja gesagt, wir sollen nicht alles glauben, sondern es selber auprobieren, dadurch bleibt die Lehre so lebendig .
Mich würde jetzt interessieren, ob ihr auch so ähnliche Erlebnisse hattet, wo ihr gemerkt habt, das ihr euch durch das Praktizieren der Lehre verändert .
schönes Wochenende
Oktober
Wir sollten keine Angst davor haben, Geister zu sehen.
Wir alle sehen Geister.
Wir sind nichts anderes, als all die Geister, die wir sehen!
Fast schon eine indianische Weisheit.
Hallo liebe Zen-Gemeinde,
ich habe mich gerade frisch, nachdem ich hier schon ein wenig mitgelesen habe, in diesem Forum angemeldet.
Zu mir; vor etwa einem Monat hab ich erstmals ernsthaft was zum Thema Meditation gehört, war begeistert, und hab mich gleich ans Werk gemacht. In einem Bücherfundus bin ich dann auf das Buch "Meditation ohne Geheimnisse" von Ayya Khema gestossen, hab es angelesen und dann gleich praktisch angefangen. Also morgens und abends, 15-20 Minuten im liegen auf den Atem konzentriert. Nach ein paar Sitzungen (bzw. Liegungen) bin ich auch in die erste Samadi-Vertiefung gekommen. Das hat mir den Anschub gegeben weiter zu machen, und zwar richtig. Also auf in die Bibliothek, in die Esotherikecke.
Jetzt sitze ich seit etwas über einer Woche mit gekreutzten Beinen auf der Couch und warte auf Erleuchtung :)
In die Samadi-Vertiefung bin ich seit dem nicht mehr gekommen.
(Soviel etwa, damit ihr euch etwa ein Bild machen könnt wo ich gerade stehe. Ganz am Start, aber der erste Schritt ist gemacht.)
Jetzt zum 2. Teil.
Mir ist nämlich folgendes passiert, und hier komme ich zu meiner Neulingsfrage.
Ich sitze und zähle meinen Atem, bis meine Aufmerksamkeit auf dem Atem bleibt, dann lass ich das zählen. Und jetzt passierte folgendes. Ich lasse der Sache also ihren lauf, und plötzlich fühlt sich mein Gehirn(oder Geist) schwer an (oder wie runtergedrückt), so als habe mir jemand einen Ziegelstein in den Kopf gelegt. Alles in Ordnung sag ich mir, lass es laufen.
Plötzlich schaltet mein Gehirn ab, ich reiss vor Schreck die Augen auf und bin wieder "da". Manche Autofahrer unter euch kennen vielleicht den Sekundenschlaf. Und das, obwohl ich recht munter war, und die Phase des Einschlafens bei der Meditation eigentlich schon hinter mir gelassen habe. Meine erster Meditationversuch endete im 3 stündigen Nickerchen, aber seitdem ist mir das nicht mehr passiert. Ausserdem sitze ich jetzt und liege nicht mehr.
Kann mir jemand einen Tipp geben was das war? Nur Sekundenschlaf , oder was anderes? Woran merkt ihr es, das ihr in einer meditativen Phase seit, bzw. den Zustand erreicht habt den ihr anstrebt? Seit dem schreckhaften Erlebnis bin ich nämlich etwas unruhig. Was mache ich wenn ich wieder an diesen Punkt gelange? War es nur ein Schlafanfall, dann werde ich das nächste mal einfach eingreifen und wach bleiben. Oder soll ich der Schwere einfach ihren Lauf lassen?
Ich hoffe es macht euch nicht aus, wenn ich ab und zu mal etwas feedback von euch erhoffe.
Und ja, ich sollte einer Gruppe bei treten, oder einen Lehrer nehmen. Ich weiß das wär sinnvoll und gut für mich. Vielleicht tue ich das mal, wenn ich soweit bin. Bis dahin hoffe ich aufs Internet.
Seit so lieb und schreibt was zu meiner Frage, wenn ihr eine Meinung habt.
bis demnächst....
Hallo,
mal eine trockene Frage zum Sitzen. ich sitze burmesisch, allerdings bekomme ich zur zeit das linke Knie noch nicht ganz auf den Boden. Sollte ich dann ein Kissen unter das Knie legen und etwas erhöhen, damit es "die Erde berührt", oder es in der Luft "hängenlassen", auf dass es tiefer und tiefer geht?
()
Fabian
joda jetzt abschied nimmt von wunderschönes forum, zen.de und lieben freunden hier.
zeit ist gekommen. hilfe genug gegeben. joda spuren verschwinden werden hier, weil vergänglich sie sind.
loslassen du musst. nicht vergessen du darfst.
schönes leben und gute praxis, joda wünscht allen.
()
Hallo,
da es sich ja hier hauptsächlich nur noch im Tai-san und Co. handelt und ihr euch dafür öffentlich die Köpfe einschlagt, möchte ich meinen:
Es gebietet die Höflichkeit und Rücksicht auf alle Nichteingeweihten, daß hier mal jemand etwas Dunkel ins Licht bringt, worum es bei Tai-san eigentlich geht?
Fabian
Hallo
Ich beschäftige mich gerade mit den 6 Paramitas, und dazu ist mir eine Frage gekommen. Was war zuerst da, das Ohr oder der Klang ?
Hallo,
wie kann ich mir folgendes klar machen : auf der einen Seite gibt es Sprüche wie "Du hast in deinem Bauch einen blinden Buddha. Mach ihn sehend !" (Harada Roshi) und auf der anderen Seite ist alles Illusion ... "Nichts, was nicht auch im Tiefschlaf erfahren werden kann, ist wahr." (Ramana Maharshi). Wie passt Buddha und Illusion zusammen ? Ist dann nicht auch der Zenmeister, der mich ein Stück des Weges begleitet, nur eine Illusion ? Ist dann Buddhas Lehre und der Dharma nur eine Illusion ? Wie kann man aus diesem Durcheinander rauskommen ?
Danke für Eure Gedanken :-)
Was ist das alles eigentlich?
Was sind diese Farben, diese Geräusche, diese Empfindungen, diese Gedanken?
Ich kann keine Antwort darauf finden, so sehr ich mich bemühe, zu ergründen, was das alles eigentlich ist. Ich glaube zu wissen, dass es alles ist, was es gibt, ich kann aber nicht sagen, was es ist. Doch dieses nicht-Wissen ist kein harmloses nicht-Wissen, sondern es macht mir sogar Angst. Wenn ich zu ergründen versuche, was das alles eigentlich ist, dann fühle ich mich, als ob ich gleich in einen bodenlosen Abgrund falle und ich schrecke vor dieser Betrachtungsweise zurück. Woher kommt dieses namenlose Grauen, das diese Erforschungen in mir erzeugen?
Vielleicht ist es nur eine instinktive Urangst, die alle Lebewesen vor dem Unbekannten haben. Warum haben wir Angst im Dunkeln? Warum haben wir Angst vor einem wilden Tier? Warum haben wir Angst vor dem Tod? Alles Unbekannte macht uns Angst.
Wenn ich also versuche nachzubohren, was das eigentlich ist, was ich sehe, höre, fühle, denke, dann habe ich vielleicht einfach nur Angst aufgrund meiner absoluten Unfähigkeit, mich auf eine beruhigende Erkenntnis zurückzuziehen. Wenn ich eine Kaffeetasse sehe, dann denke ich "ach ja, eine harmlose Kaffeetasse". Ganz anders, wenn ich irgendwo in absoluter Dunkelheit aufwachen würde, ohne zu wissen, wo ich bin. Diese Vorstellung erzeugt in mir ein ähnliches Unbehagen, wie die Frage, was das alles eigentlich ist.
Warum stelle ich mir die Frage überhaupt? Ist es nicht die größte Verblendung überhaupt, sich solche Fragen zu stellen? Es fällt mir schwer, Farben zu sehen, ohne dabei den Eindruck zu hinterfragen. Wie schön wäre es doch, einfach nur die Farben zu sehen? Was bin ich nur für eine bemitleidenswerte Kreatur, dass ich mich mit solchen Fragen quäle? Was für eine sinnlose Verschwendung von Leben? Alle Erkenntnisse sind eh nur Einbildung, warum sollte ich also solche Fragen stellen?
Was meint ihr dazu?
Hi,
hier wird im letzten Thread gewarnt vor einem Gespenst, das wohl nur Eingewiehte kennen.
Bitte nehmt zu Kenntnis, daß hier Anfänger wie ich mitlesen. Und die verstehen absolut nicht, wovon ihr hier faselt, bekommen aber mit, daß in Zen-Kresien wohl bei weitem nicht alles so toll ist wie immer wieder behauptet. Sprich: man kann böse reinfallen, jemandem auf den leim gehen etc. ...
Nun, das läßt mich zweifeln, mich ernsthaft einer Gruppe und einem Lehrer anzuschließen. das meine ich sehr ernsthaft! Nur in mir ist Buddha, die Buddha-Natur. Niemand kann sie mir nahebringen, wenn nicht ich mir selbst!
Das lese ich aus den letzten Postings. Und nun zu all den "alten Hasen":
Was soll das? Denkt ihr an Anfänger? Sind sie euch egal? Oder redet ihr mal mit offenen Karten über diese Mißstände, die zwar angedeutet, aber nur von Eingeweihten verstanden werden?
Schladt
Er ist gegangen! Und ich bin traurig. Ein glaubhaft religiöser Politiker, von denen es leider nicht viele gibt!
()
Schladt
Hallo,
verzeiht wenn mein Beitrag nicht hier hin gehören sollte, aber ich versuche es dennoch, weil es mich seit gestern permanent beschäftigt.
Ich habe gestern den Film "Die Geisha" gesehen. Entgegen der vielen Kritiken, die ich gelesen habe, fand ich den Film sehr gut! Aber das ist nicht das Thema.
Vielmehr wollte ich mal wissen, ob es irgendeinen Zusammenhang mit dieser Kunst der Geishas und dem Zen in Japan gab. Die Geishas leben ja einerseits als "begehrenswerte Schauspielerinnen" mit ihrer Rolle, die zeitlich begrenzt ist, durchaus die vergänglichkeit wider. Auf der anderen Seite heizen sie mittels ihrer "Kunst" Begehren und Anhaften an Anmut und Schönheit an.
Sind "Geisha" und "Zen" wirklich zwei völlig verschiedene Welten? Immerhin tauchen diese Geishas auch bei der berühmten Teezeremonie auf, die ja durchaus lebendiges zen sein kann.
Bin mal gespannt, was es an Antworten gibt! ;-)
Anita
Liebe Forumsmitglieder,
ich komme aus dem Rhein-Main-Gebiet und suche einen Zen-Lehrer/Meister. Kennt jemand ein Dojo wo man mit einem Meister (Rinzai oder Soto) regelmäßig sitzen kann? Ich habe schon von der Zenvereinigung gehört, jedoch sitzt der Meister (Tenbreul) in Berlin und da ist mir der Kontakt zu oberflächlich. Was soll ich mit einem Meister der 600 Km entfernt ist, ich denke nicht, dass er mich aus dieser Distanz unterrichten könnte. Da ich eine gute Anleitung haben möchte ist es wohl unabdinglich regelmäßig mit dem Lehrer zu sitzen. Mir ist es wichtig einen nahen Bezug zum Meister zu haben, weshalb ich auch glaube, dass die Rinzai-Schule (Dokusan) für mich besser geeignet wäre als die Soto-Schule.
Mit freundlichen Grüßen
Sunray
Hallo ihr,
bin ja komplett neu sowohl hier, als auch in der intensiveren Auseinandersetzung mit dem Buddhismus. D.h. ich bin dabei, mir ein möglichst vollständiges, gegenüberstellendes Bild von einzelnen buddhistischen Zweigen/Richtungen zu machen - allerdings noch auf der ganzheitlich-überblicksartig-orientierenden Ebene (bin eher rechtshirniger Typ), d.h. mit zu sehr ins Detail gehenden Fakten voller unerläuterter Fachbegriffe bin ich noch überfordert.
Was ich dennoch gerne von euch wüsste (halt in Anfänger-tauglichen Worten erklärt): Was war eure jeweilige persönliche Motivation, euch gerade für den Zen-Buddhismus, und nicht etwa für Theravada, zu entscheiden?
Herzlichen Dank im voraus
micia
Warum machen wir ZaZen?
Es kam gerade die Frage nach der Anfangsmotivation auf. Aber was ist die Motivation, weiterzumachen?
Wie sieht das bei euch aus?
Ist es für euch völlig klar, daß ihr euer Leben lang Zazen machen werdet, oder entscheidet sich das immer wieder neu?
Also warum machen wir Zazen?
Gruß, Nina