Gibt es Sazen in und um Frankfurt?
Kann mir jemand Übungsgruppen und Übungsabende nennen?
Gibt es hier sehr offene und lieberale Gruppen, die einem keinen Meister und kein System "aufdrücken" wollen?
Was hat es für einen Sinn, dass die Einheit mit dem Unterschiedenen die Körperlichkeit bewusst werden lässt?
Mein Wahr-Sein ist die Erschaffung dieses Wesens aus den Möglichkeiten des Vollkommenen.Es ist für mich niemand und nichts mehr vorhanden dem ich die Schuld an meinem So Sein geben kann. Diese Erfahrung verändert radikal mein Leben ohne das ich aus dem Sitzen heraus genommen werde (am Anfang sitzen am Ende sitzen). Meine Umwelt reagiert: meine Toleranz schwindet Angesichts der Wirklichkeit. Es ist richtig ausserhalb der Rituale zu sein nur bin ich auch ein Mensch. Wie löst man diesen Koan der wirklich existiert und nicht als Metapher dasteht? Die Körperlichkeit ist wirklich da.
Das ist mein erster Beitrag auf Zen.de.
Fast sechs Jahre und ich hab immer noch die Antwort: Tu es. Das Menschliche loslassen und Mensch sein. Die Entscheidung ist schon gefallen, es ist ein grosser Zweifel. Shikantaza tut Wirkung als Ursache von Zazen.
Mal sehn was kommt.
liebe Grüsse
Helmut
Sehet ein Mensch!?
Ein grosses Satori.
Das erstaunte Erwachen eines Menschen zum Menschen beim ansehen eines Sterbenden.
Wie blind muss man eigentlich sein um Zen zu
erkennen?
liebe Grüsse
Helmut
In vielen Ländern gibt es Hinrichtungen, nicht mal Gott hat Kain hingerichtet.
Bisher war ich eigentlich während des Zazen immer damit "beschäftigt", nicht auf die vielen aufkommenden Gedanken einzugehen, sie vorbeiziehen zu lassen und immer wieder zum Atem zurückzukommen. Der Prozess ist eher einer des Ruhigwerdens.
In letzter Zeit habe ich aber manchmal das "Problem", während des Zazen plötzlich sehr müde zu werden - die Sicht verschwimmt, ich sehe Doppelbilder, und habe wirklich große Mühe die Augen offen zu behalten und mich weiterhin zu konzentrieren. Manchmal falle ich dann in eine Art "Sekundenschlaf", aus dem ich gleich wieder aufwache. - Ich muss dazu sagen, dass ich mich gewöhnlich nicht zum Zazen setze, wenn ich schon müde bin - das scheint eher aus der körperlichen/geistigen Entspannung beim Sitzen zu resultieren....
Wie soll man mit solchen Phänomenen umgehen?
Ich habe mal vor längerer Zeit bei Deshimaru etwas gelesen, in etwa dass man bei Müdigkeit die Aufmerksamkeit vom Bauch/Tanden auf den Kopf/Punkt zwischen den Augenbrauen richten soll.
Hab ich schon probiert, aber funktioniert nicht so gut...
Wie geht ihr damit um?
besten Dank,
Michael
Was ist Zen? (ioua, 27.02.2002, 00:34 Uhr)
(24 Antworten, letzter Beitrag: 03.03.2002, 23:04 Uhr)
Was ist Zen ?
Leben mit dem Wissen das nichts Bestand hat, das es keinen "Gott" gibt, das keine Idee irgendwie die Anwesenheit der "Vollen Leere" mit
menschlichem Leben füllen kann. Die vollkommene Einsamkeit, das volkommne Alleinsein.
Last euch nicht täuschen von den Meistern, sie Lehren sich nur über ihre Einsamkeit hinweg weil sie ja Schüler haben. Das wirkliche Zen haben sie nur für kurze Zeiten wenn sie Zasen machen, wenn sie sich erheben haben sie ihre Verantwortung für die Menschen die sich ihnen , den Leuchtfeuern, in Vertrauen auf Befreiung anverbunden haben. Wusste der Koch was er tat als er die Schale, mit einer zufälligen Bewegung umstiess ?? Ja, den die Einsamkeit des Wissens ist nicht zu ertragen wenn man keine Schüler hat, wenn keiner fragt: "Hat der Hund Buddhwesen?"
Man kann immer nur Schweigen weil man keine Frage mehr stellen kann die nicht mit der Antwort "schweigen" beantwortet ist. Man kann nicht Antworten, jemand wird sagen das man besser geschwiegen hätte.
Man geht in die Einsiedelei sorgt für sein Essen, seinen Ruheplatz, seine Gesunderhaltung und manchmal für den Bedarf des Körpers nach Zärtlichkeit, den Rest der Zeit predigt man den Raben. Mehr bleibt nicht, keine Verwicklung in das Rad des Leidens, selbst wenn man wollte. Das Rad spuckt einen aus alsob es ein Verbrechen wäre es zu verlassen. Vieleicht ist es das auch. Das Leben ist gut und richtig, nur nicht für Menschen, also wird der Mensch zum Tier. Will er dann zurück spuckt die Menschheit ihn aus, im
günstigsten Fall wird man getötet. Endlich Eins-Sein und man hat noch nicht einmal Schuld, wie praktisch. Selbsttötung ist nicht möglich da das Leben eine Einheit ist, den ganzen Mist noch einmal machen, wer ist den so verrückt?
Also leben mit der Sicherheit der "Vollen Leere", im Rücken. Vor sich die schöne, bunte und irre Welt der Illusionen und Spiegelungen als Bühne einer Selbstdarstellung die keinen Schauspieler mehr hat, weil dieser sich mit dem Lachen der Unsterblichen über sein eigenes Spielbild hermacht und die Fäden der Puppe bedient. Immer wissend nichts aber auch nichts ist wirklich.
Bewusstsein des den Beobachter beobachtenden Ich. Gott der sich selbst beobachtet und immer nur sich selber erkennt.Kein Schaffen es ist alles
geschaffen.
Hallo Ihr
Wann kann ein "Westler" den Zen-Weg betreten?
Mich lässt Reiner nicht so richtig los, weil er mich an meinen Beginn erinnert. Götter waren tot und ich wusste wie mir was geschah. Im Westen gab es keine Antwort mehr. Das I-Ging hatte genug davon, nur wie verstehen. Dann kam Suzuki, Ochenbilder und ihr wisst schon was.
Dann Zen.de und die vollkommene Verständnislosigkeit. Was war das für eine Sprache, zweifellos Deutsch,aber so fremd.
Ich meine ein "Westler kann diesen Weg nur gehen wenn er schon ehr leer ist und im Zen den Rest loszuwerden. Ich bin heute soweit auch Zen lozuwerden.
Wie Allis ganz unverständlich zu werden. Na dann Prost Mahlzeit. :-)
liebe Grüsse
Helmut
Immmer wieder der Hinweis, den Affen anzubinden, na iti na iti etc.
Nach meiner Erfahrung führt das eben gerade dazu, den Hauptfokus auf den Geist zu lenken, gerade zur Beschäftigung mit Gedanken etc.
Von Muho zum Thema, sehr passend:
http://dogen-zen.de/cgi-bin/zen%3Fcontent=show_text&nr=9
PS.: Lasst uns alle Zazen üben statt in diesem Forum zu schreiben!
Eine halbe Stunde täglich, zur gleichen Zeit - das müsste doch möglich sein...
Ja, das rasenmähen! Wer fern ist von jeder Realität, dem kann Einiges widerfahren:
http://www2.onnachrichten.t-online.de/c/12/16/04/52/12160452.html
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Fabian
hallo allerseits erstmal!
mir brennt eine frage unter den nägeln, bei der ich nicht genau wusste, wo ich sie stellen sollte. viele von euch werden sicher eckhart tolle's buch "jetzt - die kraft der gegenwart" kennen, in dem ja sehr viele parallelen zum zen bzw. der selbe kern vorhanden sind.
tolle spricht davon, den "denker zu beobachten", also die nicht-identifizierung mit den gedanken. es ist mir gelungen, mich über die ebene des verstandes zu begeben und die aktivitäten des egos wertungsfrei zu beobachten, ohne ein persönliches problem aus deren inhalt zu machen. natürlich nur, wenn ich mich "meiner selbst erinnere" und nicht gerade wieder eingeschlafen bin ;)
und hier kommt die frage: mir ist nicht gelungen, mich selbst von meinen gedanken zu trennen. das funktioniert immer erst im nachhin. kommt also ein gedanke, dann bin ich immer sofort mit diesem gedanken identifizert, dann bin ich dieser gedanke - wenn auch nur für den bruchteil einer sekunde, wenn ich mich wieder "meiner selbst erinnere".
für mich gibt es nur zwei zustände: bewusstsein ODER denken.
ist das ganz natürlich? oder ist es möglich, die gedanken kommen und gehen zu sehen, ohne dabei das bewusstsein zu verlieren, sei es auch nur für diesen kurzen atemzug?
ich danke herzlich für antworten
ein kleiner zusatz noch: ich bin ein sehr kopf-bestimmter, das heißt, überlegter und bedächtiger mensch. ich habe mich auch einige zeitlang mit meinen sternen befasst und da stand drin, dass bei mir das denken sehr nah am ich liegt. das geht mir nicht aus dem kopf? ist die spirituelle entwicklung für mich deshalb vielleicht einfach schwieriger als für andere? - das allerdings kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. oder bin ich einfach noch zu sehr mit meinem ich identifizert, das heißt, zu kurz erst auf dem spirituellen weg?
liebe grüße, phil
Hallo Ihr,
ich melde mich mal kurz.
Am 20.08. fliegen On und ich nach Hamburg und wohnen dort voraussichtlich mindestens 3 Monate.
Für die nächsten Tage habe ich noch keinen Plan, also vielleicht finde ich Zeit, mich einzuklinken oder nicht.
Was ich gerade gestern von meiner weisen Frau (22 Jahre jünger als ich) gelernt habe, dass ich mich immer und überall zu sehr reinhänge und zu wenig darauf achte, entspannt und zuversichtlich zu leben. Habe das dankbar angenommen... und schon läuft es wie geschmiert...
Grüße Euch alle recht herzlich.
Und streitet ruhig... solange es Freude macht.
Bis dann
mipooh
Liebe Mitleser,
ich habe eine große Bitte, könnte mir jemand den Anspruch erklären, den ein Meister / Zenmeister voraussetzt um so genannt zu werden?
Ich vermute, dass es mehrere unterschiedliche Erklärungen gibt, zum einen als offizieller Dharma-Nachfolger, zum anderen der die Meditation als Technik gemeistert hat; jetzt würde mich interessieren, wie das von anderen (Blick-)Richtungen her aussieht?
Nur zur Erklärung, ich bin weder Soto- noch Rinzai- noch Theravada- o. ä. Anhänger; ich würde es gerne neutral verstehen wollten wie es in den Linien aussieht.
Vielen Dank Erwin
PS: Ich kenne die Geschichte wie Nyanatiloka und Nyanaponika zum Meister (Mahathera) wurden (findet man in keinem Buch) und es unterscheidet sich deutlich von der "du bist jetzt ein Meister und mein Dharmanachfolger" Aussage
Am Freitag waren zwei begeisterte Tandraschüler im Forum.Also ich persönlich halte gar nicht so viel von Tandra.Mein Lebensmotto ist erst Freundschaft,dann sex.Damit bin ich bisher gut gefahren.Was soll das für einen Sinn geben,sich auf den Kursen eine chimnische Hochzeit zu holen und dann den Partner nie mehr wieder zu sehen.Ich sehe darin keinen Sinn.Irmela
und Ihr werdet mich nicht mehr sehen.
Und wieder eine kleine Weile, und Ihr werdet mich wiedersehen.
Aber nicht, weil ich "zum Vater ginge", sondern weil ich derzeit in Umzugs- und Reisestreß bin. Für die nächsten ca 4 Monate werde ich so gut wie unerreichbar sein, selbst wenn mein Weg mich voraussichtlich quer durch Deutschland führen wird.
Nur werde ich wohl die meiste Zeit ohne Internetanschluß sein und wenn irgendwo ein von mir Besuchter einen haben sollte, wird es persönlichere Dinge geben, die mich davon abhalten werden, am Computer zu sitzen. Aber ich nehme einen kleinen mit, und weiss also selber nicht genau, was so alles sein kann.
Ich grüße Euch alle recht herzlich und bleibt tapfer auf Eurem Weg, auch bei allen möglichen Kontroversen, die am Ende nichts anderes sind als Episoden, die mal mehr mal weniger hilfreich waren.
Sobald, hoffentlich in max 4 Monaten, alles wieder normal ist, sehen wir uns wieder.
Meiner Frau und mir geht es prima (bis auf gelegentlich überschäumende Aktivität, die auch sehr anstrengend sein kann) und wir sehen den Veränderungen entgegen, von denen wir uns Verbesserungen erhoffen. Dass das alles auch mühsam ist und erstmal sein wird, ist natürlich klar.
Also, bis bald.
mipooh
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Nun, ich komme nicht umhin, allerlei überflüssige Gedankengänge abzustellen.
Wer hilft mir dabei ?
Zum Beispiel den, daß Menschen, die vorwiegend "nur" nehmen, glücklicher sein können als Menschen, die viel mehr geben als nehmen.
Wer weiß denn als "Gebender", ob der "Nehmende" vielleicht nicht doch viel freudiger und glücklicher durchs Leben läuft ?
In unserer, doch allzu egoistischen, Gesellschaft wird doch lieber genommen als gegeben ...
So heißt es doch, oder ?
Nun, vielleicht macht es doch glücklich, zu nehmen.
So viele Menschen können sich doch nicht irren ...
Gut. Jetzt hab ich diesen Gedankengang erst mal ins Nichts verschickt ... :-)
newplayer
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Hallo Freunde!
Jüngst kam mir irgendwo im Hintergrund ein Gedanke beim Zazen, der mir jetzt nochmal vor das innere Auge kam:
Wenn Zazen der Spiegel unseres Geistes ist, dann bräuchte ich doch nur mich beim Zazen anschauen und könnte mir viel Sucherei in und zwischen den Zeilen der Texte sparen. Damit bliebe das Shinjinmei ein guter Text zur Animation zum Zazen und weiter nichts... Die Erfahrung obliegt mir selbst, mir den Spiegel beim Zazen vorzuhalten und das ein Leben lang. Abgerechnet wird zum Schluß!
Grüßt Euch
Dae Kyong
Hallo, liebe Leute!
Hat vielleicht jemand von Euch die Anleitung zum Bau einer Mokugyo-Trommel? Ich kann und darf keine kaufen. Das Problem fängt auch schon mit dem richtigen Holz an!? Freue mich auf Nachrichten!!!
Viele Grüsse von mir
Caren
Verehrter T-S,
ich bin erleichtert, dass Sie im Rahmen dieses Austausches zugeben, kein Zen-Meister zu sein.
Offen gestanden habe ich Ihnen meine Frage gestellt, um Ihre Erleuchtung zu testen. Im Koan-Zen ist das eine durchaus legitime Methode. Schüler, die ein bestimmtes Koan gelöst haben, sollten im Stande sein, sich hierüber untereinander auszutauschen, ohne dass anderen Zuhörern die Bedeutung des entsprechenden Koans offenbar wird. Erst recht gilt dies natürlich für Zen-Meister.
Ihre Antwort (etwa der Hinweis, das sich der Berg an Gedanken nicht störe) zeigt, dass Sie dieses Koan noch nicht gelöst haben. Die Antwort auf dieses Koan liegt in einer vollkommen anderen Richtung.
Wie Sie vielleicht wissen, habe ich persönlich mit Fake-Profilen in Internet-Foren kein Problem. Sie können helfen, den Austausch zu beleben; außerdem ist jedes Profil ohnehin nur eine Art Maske, also schon ein "Fake" für sich. Mir ist auch klar, dass Sie hiermit ein "Thema" aufgreifen, dass andere Forumsteilnehmer aufgebracht haben.
Dennoch wäre ich froh, wenn Sie derartige Spiele nicht zu weit treiben würden. Dies besonders, da sich Ihr Zen-Meister T-S auf eine öffentlich bekannte Traditionslinie berufen hat, was, wie Sie sicher wissen, ein sehr heikles Thema ist.
Erst mal beste Grüße
Tai
Ich hatte heute einen schweren Tag, da ich einen Dieb und Einbrecher (per Webcam) überführen musste. Es handelte sich um einen 11-jährigen, der bei mir häufig eingebrochen hat und gestohlen.
Dies nur zu erklären, warum der Tag schwer war... die Geschichte selbst ist eher herzzerreissend und soll nicht Thema sein.
Um so mehr hat es mich gefreut, heute sehr angenehme Gespräche hier führen zu können, mit enorm wenig Verbissenheiten und sehr viel Weisheit bei eigentlich allen Teilnehmern.
Dafür bedanke ich mich, jetzt, bevor ich mich beruhigt schlafen lege. Es hat sich wirklich für mich gelohnt, bis heute das Chaos der letzten Zeit durchzustehen.
Schönes Weiterführen der Gedanken...
mipooh