Liebe Bosale!
https://www.facebook.com/media/set/%3Fset=a.773827322693522.1073741938.100001987831489&type=1&l=206cee8c5c
Neulich stellte jemand in den Raum, daß sie sich alt und weise fühle, wenn sie sich im Spiegel ansehe. Bei mir ist es nicht so. Eher umgekehrt. Ein alter Sack mit dem Geist eines Kindes glotzt da. Die Einstellung der zitierten Person ist aber sehr typisch in unserer Zeit. Viele Mitbürger fühlen sich in ihren erworbenen oder, noch schlimmer: angelesenen, Erkenntnissen sehr weise. Im Zen mußte einer Reiskuchen kaufen und sich fragen lassen, mit welchem Geist er die Leckerei verspeisen wollte. Vergangener, zukünftiger oder gegenwärtiger Geist. Da nützte ihm seine Bündel mit den Kommentaren zum Kongekyo nichts. Später blies ihm der Meister die Laterne aus und übertrug seine Schriften dem Feuergeist.
Deshalb wage ich zu behaupten, vergiß alle deine schönen Erfahrungen und sei jeden Moment offen für jegliche Wendung, die das Leben dir bietet. (Du klein geschrieben. Ich spreche zu allen hier!9
Auf bald.
Dae Kyong
Denn vom Lesen und Schreiben hab ich die Schnauze voll. Müsste eigentlich klappen, daß man das wieder verlernt. Wenn irgendwo etwas geschrieben steht, und sei es nur der Aufdruck auf dem Nutella-Glas, dann weigere ich mich, dahin zu gucken. Wenn man bedenkt daß mein Hirn seit der Schulzeit mit Schrift zugeschissen wurde... Wird endlich Zeit, diesen Ballast abzuwerfen :-)
wie hat thig_le gesagt: >alles lassen wie es ist< nicht praktizieren sondern wirklich lassen.
alles lassen. wirklich nichts tun.
ok, ich befinde mich in einem raum der Wahrnehmung, frei von (bewussten) Gedanken.
dort lasse ich nochmal jegliches tun los, wirklich alles was sich zu tun noch so regt, zumindest alles was ich davon wahrnehme.
doch was passiert dann? ich schlafe ein. jedesmal.
es muss doch noch irgendeine Anhaftung bleiben. klar, die Anhaftung ans denken loszulassen kommt einem fallen ins nichts gleich. aber die Anhaftung an der Wahrnehmung zumindest, wie soll ich die loslassen ohne einzuschlafen?
oder ich stelle die frage anders: woran halte ich mich fest um nicht vom schlaf eingesaugt zu werden?
schlaf - überhaupt etwas sonderbares. ich kann mich hinterher zumindest nicht daran erinnern im schlaf immer bewusst gewesen zu sein.
...wenn der richtige Soundtrack dazu läuft:
https://www.youtube.com/watch%3Fv=JNBNu8wuPnw&list=PLBA23B77EF6FBB5ED
(Buddha is doch eh nur ne verweichlichte Peace-Schwuchtel)
Hallo!
Ich bin neu hier und habe direkt mal eine Frage: Wenn "Zazen" "einfach sitzen" heißt, bedeutet "Zen" dann "sitzen"?
Viele Grüße
MOB
Liebe Bosale!
Wenn eine Shakyamuni-Statue gefüllt wird, gehört auch ein Edelmetall oder ein "Edelstein" hinein. Was haltet Ihr von Bernstein. Dem Stein, den meine Sippschaft aus Ostpreußen immer besonders hoch gehalten hat. Es ist auch ein bißchen wie ein Sonnenstrahl, der sich materialisiert hat. Die Wärme, die von dem antike Harzklumpen ausgeht, gehört doch sicherlich in eine Shakyamuni-Statue!
Was meint Ihr dazu? Spürt mal in Euch.
Auf bald.
Dae Kyong
Zen ist ein Irrweg und das Erwachen die größte Illusion. Mit ein paar Jahren Abstand zur Übung und innerlich geläutert vom Buddha-Dharma-Sangha-Wahn kriegt mich keiner mehr zurück auf den Zen-Weg, geschweige denn zu irgendeiner anderen buddhistischen Strömung. Ich kann nur sagen, daß es sich bei meiner buddhistischen Phase um verschenkte Lebenszeit handelte. Bin ich froh, daß nix mehr übrig geblieben ist vom Weg und ich wieder der werde, der ich war bevor ich dem Achtfachen Pfad Buddhas folgte. Religion ist heilbar!
Liebe Bosale!
https://www.facebook.com/media/set/%3Fset=a.771727626236825.1073741937.100001987831489&type=1&l=c48d5166b8
Irgendwann die Tage eröffnete sich mir, weshalb ich Zen übe und in der Weise, an der sich manch alter Hase stößt. Auch das Fotografieren auf der Ebene der Unbedarftheit erhielt seinen Sinn. Buddha benutzt das Geringe, um das Hohe zu erden. In der christlichen Tradition gibt es den Apostel Petrus und den Saulus, der zum Paulus wurde. Im Tibet ist Milarepa bekannt, der kein Kind von Traurigkeit vor seiner Zeit war. Also ich bin auch nur eine Figur und werde benutzt vom lieben Buddha.
Beachtet bitte die Gebetsfahne am Maschendraht. Seit sie dort hängt, es war der 2. Oktober 2013, sind alle schlimmen Erinnerungen an das Wohnheim in der Friedenstraße fort. Alles ist gut!
Auf bald.
Dae Kyong
Liebe Bosale!
Am Dienstag stand ich am Rechner und bearbeitete Fotografien. Frau Meyer sprach auf Tele 5 zu einem vollen Saal irgendwo in den Staaten. Da kam auf einmal ein Satz, der den Kopf auf den Nagel traf: Wenn der Buddha mit einer Partnerin nicht zufrieden ist, legt er einem den Gedanken ins Hirn, daß etwas an ihr nicht stimme. Nach zwölf Jahren der Neugier, was mit Hilde nicht in Ordnung sei, war das DIE Lösung. Buddha hat mich warnen wollen. Und es ist ihm geglückt. Natürlich, unbewußt und automatisch.
Nun gut, Joyce Meyer redet immer von Gott, seinem Sohn und dem Heilgen Geist. Buddha hat ebend viele Namen, mit denen er zu uns (mir) spricht.
Auf bald. Und ärgert Euch nicht.
Dae Kyong
Liebe Bosale!
https://www.facebook.com/media/set/%3Fset=a.768518376557750.1073741936.100001987831489&type=1&l=9f27f82dc4
Heute klingelte es einmal mehr an der Wohnungstür. Meine Hände hatte ich gerade im Abwaschwasser. Das heißt, daß ich einmal am Tag warme Hände besitze. Also entschloß ich mich den Drücker des Alarms an der Türe warten zu lassen. Als ich nach Erledigung der Hausarbeit durch den Spion sah, war da nur noch gähnende Leere auf der Matte. Und das regt doch die Fantasie an, nicht wahr? War es Thusnelda, war es nur einer aus der Drückerkolonne, war mein Neffe mit Redebedarf... Ich weiß nicht. Und kann ein bißchen träumen. Das mag ich. Wie bei den anonymen Anrufen, die ich inzwischen sehr misse.
Das macht wohl dieses Rumglucken auf dem Kissen. Reduziert auf Atmen, geht die Fantasie schon mit einem durch. Da ich als Kind wohl in das Faß mit Fantasie gefallen bin, benötige ich kein hoch prozentigen Zaubertrank!
Auf bald.
Dae Kyong
Spezialität: Unsere Lebensgemeinschaft kommuniziert zu gemeinschaftlichen Themen schriftlich.
Mehr zu uns:
http://514160.forumromanum.com/member/forum/forum.php%3F&USER=user_514160
Das WG-Haus ist nicht buddhistisch ausgerichtet, dürfte weltanschaulich jedoch in einigen Bereichen gut passen.
Musik-Faschisten schießen ihre Giftpfeile gedanklich ab und Sprach-Faschisten tun dasselbe nur mit Worten. Doch nicht jeder Mensch, der sich Musik anhört bzw. Musik macht, ist ein Musik-Faschist und nicht jeder Mensch, der die Sprache gebraucht, ist ein Sprach-Faschist. Nur daß diejenigen eben unter besagten Faschisten zu leiden haben. Aber eins prophezei ich den Faschos, egal ob Musik oder Sprache: Sie werden mächtig auf die Fresse fliegen und bezahlen. Und das wird dann auch ihre Läuterung sein. War bei mir ebenso.
Je mehr Wegstrecke Du auf dem Zen-Weg hinter Dich gebracht hast, umso länger wird die Wegstrecke sein, die Du noch vor Dir hast. Zen ist ein Fluch und es geht einem schlimmer wie dem Esel, welcher der Möhrrübe hinterher rennt, die vor seinen Augen baumelt. Man wird nur wahnsinnig und ist man dazu noch von sich eingenommen, preist man es als Satori an.
... gelten zwar bei einem Großteil der Menschen als fördernswerte Attribute, jedoch muss ich einwenden, daß dem nicht so ist. Jedenfalls dann nicht, wenn man im Endeffekt mehr drunter leidet, anstatt daß es einen glücklich macht. Ich persönlich hatte meine größten Leidensdruck im Leben nämlich in solchen Phasen, in denen ich kreativ war bzw. Intelligenz vorweisen konnte. Letztlich waren sowohl Intelligenz als auch Kreativität für mich nur ein kurzweiliger Zeitvertreib und somit ein Mittel gegen Langeweile und Stumpfsinn. Aber wenn man nur lange genug ausharrt in besagter Stumpfsinnigkeit und Langeweile, findet man immer mehr zu seinem wahren Wesen. Sowas in der Art hat schon der Herr Buddha Shakyamuni vor 2600 Jahren erkannt, als er einfach 6 Jahre lang, nichts anderes groß tat, als stupide unter nem Baum zu sitzen und vor sich hinzustarren. Nennt man wohl heute Meditation oder besser ausgedrückt Zazen.
Ich flog einst über die Wolken
Und tauchte bis unter das Meer
Doch ist das mittlerweile
Schon ganz schön lange her
Diese innere Reise
Mach ich bestimmt kein zweites Mal
Denn der Preis ist mir zu hoch
Den ich dabei bezahl
Doch selber schuld wer sowas braucht
Ob man hoch fliegt oder tief taucht
Denn hat man Vogel oder Fisch beschworen
So hat man dabei stets verloren
Nachdem ich so hoch flog
Zog es mich immer hinab
Nachdem ich so tief tauchte
Ging ich jedesmal nach oben ab
Auch wenn ich's nicht wollte
Es passierte von ganz allein
Hoch fliegen und tief tauchen
Lass ich deshalb heute lieber sein
Und solltest Du noch auf dieser Reise sein
Egal ob mit anderen oder allein
Dann wünsch ich Dir viel Spaß dabei
Denn irgendwann ist sie auch bei Dir vorbei
Liebe Bosale!
Natürlich war ich heute gegen 11 Uhr nicht wegen der Grabstätte des Chefarztes der Schwarzwald-Klinik auf dem Waldfriedhof Heerstraße am Olympiastadion. In unmittelbarer Nähe ist der Grabstein auf und an welchem unzählinge Quietscheentchen zu finden sind. Diese sind ein Zeichen der Trauer um den Großen Loriot, welches einigen Friedhofsbesucher hinterlassen. Nach 2011 war ich mal wieder beim Meister.
Und Anfang Oktober 2013 war ich dort:
https://www.facebook.com/media/set/%3Fset=a.761076447301943.1073741934.100001987831489&type=1&l=466fb5bbe9
Aus aktuellem Anlaß heute und nicht am Montag!
Auf bald.
Dae Kyong
Ich bin gerade auf ein sehr interessantes - und wie ich finde auch bewegendes - Video gestoßen, das ich Euch nicht vorenthalten möchte:
https://www.youtube.com/watch%3Fv=aHRXAn2Xjcs
Hallo Zusammen,
vor einigen Monaten habe ich Euch hier mal berichtet, dass ich oft 20 Minuten lang voll auf die Atmung fokussiert war, fast ohne Gedanken.
Danach kam ein Fallen, vor dem ich zunächst angst hatte. Hatte damals beim 2. Anlauf meinen ganzen Mut zusammen genommen und bin gesprungen. Dort erwartete mich eine angenehme Stille. Selbst der Atem ist dort vergessen. Aber ich glaube immer noch, dass ich ich bin und erlebe mich getrennt vom Universum.
Seitdem kann ich immer mich immer wieder in diese Stille fallen lassen, sogar inmitten eines lauten Christkindlmarktes.
Dort sitze ich nun täglich 1-2 Stunden lang oder auch mal so zwischendurch und nehme nur war. Gedanken gibt es dort nicht.
Um das Gefühl der Getrenntheit vom Universum zu verlieren, lasse ich innerlich alles los. Aber das Gefühl bleibt. Ich glaube das bedeutet, dass ich doch noch irgendwo anhafte, ohne es zu merken.
Wie finde ich diese Anhaftung? Wie lasse ich sie los?
Ich erinnerte mich neulich an ein Zitat aus einem Buch: da kam ein Mönch zum Zen-Meister und sagte: "ich habe keinen Gedanken mehr". da antwortete der Meister: "wirf diesen Gedanken fort". daraufhin soll der Mönch Erleuchtung erlangt haben.
Nun, ich habe auch schon versucht, diesen Gedanken fortzuwerfen. Alles von mir zu werfen und einfach nur zu sein. Das scheint zwar einerseits so zu sein, aber andererseits (und das zeigt schon alleine dieser satz) befinde ich mich offensichtlich noch in einer Dualität.
Schönen Gruß und schöne Weihnachten,
Peter.
Liebe Bosale!
Seit zwei Tagen haben wir das alte Jahr hinter uns gelassen. Die letzte Sendung, die ich im Radio hörte, war ganz 2014. Dort rief ein Hörer an und lobten die Stimme der Moderatorin. Im nächsten Atemzug riet er zu Hochdeutsch. Die schöne Stimme käme im Dialekt nicht zu Geltung. Ein weiterer Anrufer dozierte die Primzahlen. Einfach eine Ziffer zwischen 1 und 70 zu nennen, um an dem Spiel teilzunehmen, geht an Silvester gar nicht. Auch der Wunsch nach einigen Sätzen zu einem anderen Moderartor ließen mich den Sender kurzzeitig wechseln. Seinem Herzen Luft zu verschaffen, muß über die Öffentlichkeit einer Radiosendung sein. Das war also 2014, typisch 2014. Gut, daß wir nun 2015 haben und sich alles geändert hat. Wir sind mit dem Neujahr in die wolkenlose Klarheit getaucht und können das für uns behalten. Weil es ohnehin offenbar wird und keiner Bekundung im öffentlichen Räumen braucht.
Auf bald.
Dae Kyong